I. Lateinamerikanisches Theaterfestival in Bonn

Wir freuen uns sehr, dass der Corredor Latinoamericano de Teatro CLT, eine Plattform unabhängiger lateinamerikanischer Theatergruppen, auf Europatournee ist und einen Stopp in Bonn einlegt. Theatergruppen aus Chile, Uruguay, Kolumbien, Argentinien und Brasilien bringen allesamt zeitgenössisches Theater auf die Bühne bringen.

Das vorläufige Programm:

Freitag 19:00 Uhr: Präsentation des CLT
Freitag 20:00 Uhr: Yo cual Delmira. Uruguay

Samstag 18:00 Uhr: Jean. Brasilien
Samstag 20:00 Uhr: Pichanga. Chile

Sonntag 19:00 Uhr: Mairela Navas. Kolumbien

Der Eintritt ist wie immer gegen Spende. Alle Stücke werden in spanischer oder portugiesischer Sprache aufgeführt.

Mehr Infos zum Programm und zu den einzelnen Stücken gibt es in den kommenden Tagen auf der seperaten Theaterfestivalseite.

Kommt vorbei, ladet eure Bekannten ein und freut euch mit uns…

SEEING THE UNSEEN

Nachdem die experimentelle Dokumentation „Seeing the Unseen“ von Sofía Vaccaro bereits auf unserem letztjährigen Filmfestival ein wunderbares Feedback bekommen hat, zeigen wir sie im Rahmen unserer Filmreihe erneut. Wir freuen uns sehr! Kommt vorbei und begleitet Sofía bei ihrer filmischen Auseinandersetzung mit dem Thema des Blindseins.

„Wie nimmt man die Welt über das Hören, Tasten, Riechen und Schmecken wahr – ohne sich auf den Sehsinn verlassen zu können? Wie fühlt sich Raum an? Sieben Personen mit unterschiedlich starkem Sehvermögen und mit verschiedenen Weltsichten laden uns ein, Teil einer sensorischen Erfahrung zu werden. Es geht um Bilder und Einbildung, Blicke und Blindheit, Erinnerung und Gehör. Die experimentelle Doku erkundet sensibel unterschiedliche Arten, die Welt über die Sinne wahrzunehmen und zu gestalten.“ (Filmfestival MIRA)

„Seeing the Unseen“ // Sofía Vaccaro // (Argentinien 2014)
21 Uhr
Kino in der Brotfabrik
Kreuzstraße 16
53225 Bonn-Beuel

Den Trailer findet man hier.

Eintritt:
Erwachsene: 7 €
Studierende / Schüler: 6 €

Ladet eure Bekannten ein und kommt vorbei, wir freuen uns!

El Botón de Nácar

Weiter gehts mit einer Dokumentation. Patricio Guzmán begibt sich erneut auf die Suche nach der chilenischen Vergangenheit und vereint poetische Bilder mit tragischen Inhalten.

Was dem ein oder anderen als wildes Sammelsurium unterschiedlicher Wasser-Aspekte von Guzmáns Heimatland erscheinen mag, ist ein wohlkomponierter Essay, der erneut auf kongeniale Weise die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. (film-zeit.de)

Nostalgia de la luz war die Erzählung vom unendlich Grossen des Universums und dem unendlich Kleinen des Menschen im Sand der irdischen Wüste. El botón de nacár nun ist ein Tauchen im Ozean, der Chile umbrandet und ein Auftauchen in dem, was Menschen im Lauf der Jahrhunderte da getrieben haben. Patricio Guzmán geleitet uns, führt vom Kleinen ins Grosse und wieder zurück. Er schafft Zusammenhänge, erzählt von den Ureinwohnern, die einst in Patagonien lebten und davon, was ihnen ge-schah, von einem Patagonen, der zur Erzählfigur wurde und von einem Perlmuttknopf, der am Grund des Pazifiks gefunden wurde und von der jüngeren Geschichte Chiles kündet. Man sitzt im Kino, schaut in die einzigartige Natur, erkennt Zusammenhänge, lauscht den Gedanken des Filmemachers und den Klängen von Patagoniens Sprache, des Wassers: Man staunt und ist bewegt. (trigon-film.de)

„El Botón de Nacár“ // Patricio Guzmán // (Cl / Fr / Es 2015)
21 Uhr
Kino in der Brotfabrik
Kreuzstraße 16
53225 Bonn-Beuel

Den Trailer findet man hier.

Eintritt:
Erwachsene: 7 €
Studierende / Schüler: 6 €

Ladet eure Bekannten ein und kommt vorbei, wir freuen uns!

El Club (Chile 2015)

Im neuen Jahr geht es direkt mit meisterhaftem Kino aus Chile weiter. Pablo Larrain bringt wuchtige und überwältigende Bilder auf die Leinwand.

Schon das erste Bild dieses Films hypnotisiert. Pablo Larrains ‚El Club‘ bringt die karge Schönheit der Landschaft mit der Originalität einer erzählerischen Konstellation zusammen, die mehr und mehr Besitz von einem ergreift. In Bildern von berauschender Schönheit, mit meisterhafter Filmmusik und Einsprengseln grimmigen Humors, orchestriert Larraín eine Tour de Force von Macht und delirierender Reue. Ein meisterhafter Film, der den chilenischen Regisseur zu einem der größten seiner Kunst werden lässt. ( TOUTE LA CULTURE)

„El Club“ (Chile 2015)
21 Uhr
Kino in der Brotfabrik
Kreuzstraße 16
53225 Bonn-Beuel

Ein abgelegenes Haus in einem kleinen Ort an der stürmischen chilenischen Nordküste. Padre Vidal, Padre Ortega, Padre Silva und Padre Ramírez – die vier Männer, die hier leben, sind nicht freiwillig hier. Man hat sie hierher geschickt, damit sie für die Verfehlungen aus ihrer Vergangenheit büßen, abgeschieden von der Welt und irdischer Verfolgung.

Sie scheinen nach asketischen Hausregeln zu leben, umsorgt von der gefährlich sanften Schwester Mónica. Allzu streng wird über die Einhaltung nicht gewacht, die Alkoholvorräte sind reichlich, und der Windhund, den man sich hält, bringt bei den Rennen in der Umgebung ordentlich Geld ein. Kurz vor dem wichtigen Rennen zur regionalen Windhund-Meisterschaft durchbricht die Ankunft eines neuen Mitbewohners jäh das fragile Gleichgewicht ihrer täglichen Routine. Denn Padre Matías bringt die Vergangenheit mit, die die Bewohner dieses Hauses längst hinter sich gelassen zu haben glaubten. (el-club-der-film.de)

EL CLUB entstand auf der Grundlage von bereits bestehendem Recherchematerial in extrem kurzer Zeit, im Juli und August 2014. Noch während Pablo Larraín, Daniel Villalobos und Guillermo Calderón das Drehbuch schrieben, lief bereits die Produktionsvorbereitung. Die Dreharbeiten dauerten wie das Schreiben dreieinhalb Wochen. Seine Weltpremiere feierte der Film im Wettbewerb der Berlinale 2015, wo er mit dem Silbernen Bären: Großer Preis der Jury ausgezeichnet wurde.

Die Schauspieler kannten das Drehbuch nicht, sondernnur Szenen und Dialoge des jeweiligen Drehtages. „Die Idee war, alles in eine Form von Gegenwart, von Unmittelbarkeit zu versetzen“, erzählt Pablo Larraín. „Das ist aber nicht zu verwechseln mit Improvisation. Die Schauspieler kannten die Dialoge ihrer Szenen – aber sie wussten nie genau, wer genau die anderen Figuren waren, in welche Richtung sie sich entwickeln würden und welche Rolle sie dabei zu spielen hätten.“

Produziert von Fabula, der Produktion von Juan de Dios Larraín und Pablo Larraín, wurde das Gelingen dieser besonderen Form des Filmemachens durch die langjährige Zusammenarbeit der Beteiligten ermöglicht, u.a. mit Kameramann Sergio Armstrong, Art Director Estefania Larraín und fast dem gesamten Ensemble, u.a. Antonia Zegers, Jaime Vadell und Alfredo Castro, der in allen Filmen von Pablo Larraín zentrale Rollen gespielt hat.

Den Trailer findet man hier.

Eintritt:
Erwachsene: 7 €
Studierende / Schüler: 6 €

Ladet eure Bekannten ein und kommt vorbei, wir freuen uns!

MIRA III.

MIRA, unser drittes Lateinamerikanisches Independent Film Festival, steht vor der Tür. Am 21. Oktober um 20 Uhr im Kult 41 (Hochstadenring 41, 53111 Bonn) geht es mit den Auftaktfilmen „Welcome to los Cabitos“ und „The Search“ los.

Das Festival bietet erneut Filmgenuss abseits ausgetretener Pfade und zeigt Dokumentationen, Animationen, experimentelle Filme und Spielfilme aus Lateinamerika. Das komplette Programm, Infos zu den einzelnen Filmen und den Eintrittspreisen gibt es hier. Kommt vorbei, es wird spannend und sehr vielfältig. Neben anwesenden Filmschaffenden gibt es ein umfangreiches Rahmen- und Diskussionsprogramm und kulinarische Köstlichkeiten.

Rio de Janeiro: Umsiedlungen, Militarisierung und Proteste

Buchvorstellung/ Diskussion:
Rio de Janeiro: CIDADE EM JOGO – Umsiedlungen, Militarisierung und Proteste
Donnerstag, 28.07. um 18 Uhr
BASA (Bonner Altamerika-Sammlung)
Oxfordstr. 15, 53111 Bonn

Am 5. August beginnen die Olympischen Spiele in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. Doch was bedeutet die Austragung der Sportgroßveranstaltung für die Bewohnerinnen und Bewohner?

Mit dieser Frage befasst sich das Fotobuch „Cidade em Jogo“, das Eindrücke aus der Stadt zeigt, die im nächsten Monat wieder im Fokus internationaler Aufmerksamkeit steht.

Aus der Perspektive von sechs Fotograf*innen – AF Rodrigues, Elisângela Leite, Kátia Carvalho, Luiz Baltar, Rosilene Miliotti und Thiago Diniz – werden in diesem Buch die Umsiedlungen ganzer Wohnviertel und die Militarisierung der Favelas aufgegriffen, aber auch gezeigt, wie die Bevölkerung seit Jahren auf den Straßen Widerstand leistet und Teilhabe einfordert.

Wir freuen uns darauf, euch das Fotobuch am Donnerstag (28) zu präsentieren und mit euch über die Ereignisse in der olympischen Stadt zu diskutieren!

\\\ Das Buch kann bei dieser Gelegenheit gegen Spende erworben werden! ///

„Que horas ela volta?“

Vor der Sommerpause haben wir noch einmal ein wunderbares Stück Kinovergnügen im Gepäck. „Diese brilliante, schön beobachtete Komödie ist das pure Vergnügen.“ (cine-vue)

Dienstag, 19.07, 21:00 Uhr
Kino in der Brotfabrik
(Kreuzstraße 16, 53225 Bonn)
„Que horas ela volta?“ (Brasilien 2015)

„Val ist Haushälterin bei einer reichen Familie in São Paulo. Sie wäscht, kocht, putzt, und das schon seit einer halben Ewigkeit. Und sie ist dem 17-jährigen Fabinho, dessen Mutter nie Zeit für ihn hat, eine liebevolle Vertraute. Ihre eigene Tochter Jéssica aber wurde von Val in ihrer fernen Heimat zurückgelassen; schon seit mehr als zehn Jahren haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Plötzlich kündigt sich Jéssica an. Sie ist inzwischen eine selbstbewusste junge Erwachsene, die in São Paulo ein Architekturstudium absolvieren will und keineswegs bereit ist, sich den Regeln zwischen Herrschaft und Dienstboten stillschweigend unterzuordnen. Statt in der kleinen Kemenate ihrer Mutter zu wohnen, quartiert sie sich im geräumigen Gästezimmer ein. Sie holt sich aus dem Kühlschrank, worauf sie Appetit hat, und tollt sogar mit Fabinho und dessen Freunden im Swimmingpool. Nach und nach brechen die scheinbar ehernen Gesetze des Hauses auf, ganz gegen den Willen von Val. Mitten im Streit zwischen Mutter und Tochter kommt Jéssicas lang gehütetes Geheimnis ans Licht …“ (berlinale.de)

Trailer:
https://vimeo.com/120686781

Eintritt:
Erwachsene: 7 €
Studierende / Schüler: 6 €

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„Como ganar enemigos“

Statt Sommer, Sonne, Sonnenschein gibts momentan eher Regen und Regen. Daher haben wir eine Komödie im Gepäck, die gute Laune in die nassen Tage bringt.

Dienstag, 21.06 – Kino in der Brotfabrik
(Kreuzstraße 16, 53225 Bonn)
„Como ganar enemigos“ (Argentinien 2014)

Mit Como ganar enemigos kommt ein originell erzählter Krimi aus Argentinien zu uns auf die Leinwände: Er handelt von Lucas, einem kleinen Anwalt und einem kleinen Bruder, der stets im Schatten seines großen Bruders, auch Anwalt, zu stehen scheint. Als ihm über Nacht eine große Summe Geld gestohlen wird, forscht er nach und findet den Weg nicht nur zum Schuft, sondern auch in die Unabhängigkeit. (kino-zeit.de)

Lucas Abadi (Martin Slipak) ist ein sympathischer junger Mann: Er ist strebsam, fleißig und der einzige, der sich mit der etwas ungeschickten Sekretärin versteht; er hält den Damen die Tür auf und hilft den Freunden seines Bruders in Rechtsangelegenheiten. Im Vergleich zu seinem Bruder Max (Javier Drolas) – groß, gutaussehend und erfolgreich – ist Lucas immer ein Schritt zurück, aber auch von einem anderen Schlag. Die großen Partys und Exzesse von Max interessieren ihn nicht, er liest lieber Romane und schreibt selbst an einem. Und damit etabliert der Film eine ganz klassische Figurenkonstellation: Großkotz gegen Feingeist – und das innerhalb einer Familie. Es wird noch komplizierter: Schnell wird deutlich, dass man seiner Familie nicht immer trauen kann und sollte (und das ist leider auch kein großes Aha-Erlebnis am Ende des Films). Lucas lernt in einer Bar die attraktive Bárbara (Inés Palombo) kennen, verabredet sich mit ihr und nimmt sie – u.a. weil sie gerade seinen Lieblingsroman liest – mit zu sich nach Hause. Am nächsten Morgen ist sie zusammen mit dem Geld verschwunden, das er am Tag zuvor für die Anzahlung seiner Wohnung abgehoben hatte. Lucas begibt sich auf die Suche nach ihr und dem mastermind hinter diesem Plan. Denn er spürt sofort: Bárbara kann nicht die alleinige Verbrecherin sein. (kino-zeit.de)

Den Trailer findet man hier und den kompletten Flyer unter Material.

Achtung, in der Brotfabrik gibt es neue Eintrittspreise:
Erwachsene: 7 €
Studierende / Schüler: 6 €

Ladet eure Bekannten ein und kommt vorbei, wir freuen uns!